Zum neuen Jahr: Der erste Tote im Knast Tegel

Am 01.01.22 wurde ein Gefangener der Teilanstalt V um 9 Uhr tot in seiner Zelle aufgefunden – er strangulierte sich.

Dass dies ausgerechnet an diesem Datum passiert, ist wahrscheinlich leider kein Zufall: die kalte Jahreszeit, in welcher vor allem über die Weihnachtsfeiertage vermeintliche Harmonie, Liebe und Fürsorge propagiert wird, kann für diejenigen, welche einsam im Knast verharren müssen, psychisch stark belastend sein. Angehörige, Freunde oder Familie können zu dieser Zeit nicht getroffen werden. Silvester, also der Tag, an dem es gilt, ihn mit den Liebsten zu verbringen und gemeinsam in das neue Jahr reinzufeiern, wird allein auf der Zelle verbracht.

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Von Moabit nach Wulkow: „Die Waffen der Inhaftierten sind nun mal ein Stift und Papier.“

Heute der letzte Teit der Serie „von Moabit nach Wulkow“. Die Eltern von Kay schildern sehr offensiv ihre Gefühle aus der Zeit, in der Kay in Moabit sitzen musste – was es bedeutet, eingepserrt zu sein, was es bedeutet, den Sohn nicht mehr sehen zu können, was Angehörige fühlen und wie sich der Knast auf Beziehungen auswirken kann. Und was es bedeutet zu kämpfen.

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Von Moabit nach Wulkow: „Unser erster Besuch unseres Sohnes“

Kay wurde vom Knast Moabit nach Wulkow verlegt, einen ausführlichen Bericht darüber, sowie über den Knast Wulkow im Sergleich zu Moabit findet ihr hier (Teil 1 der Serie) und hier (Teil 2).

Heute folgt ein Bericht der Angehörigen, welche das erste Mal seit langem wieder ihren Sohn sehen konnten. Auch, wenn wir nicht alle Aussagen teilen würden, wie beispielsweise die Unschuldsbeteuerung, veröffentlichen wir an dieser Stelle den Brief im Original und unverändert, weil wir diese hier beschriebene Emotionalität nicht schneiden wollen:

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Von Moabit nach Wulkow: Ring frei – Knastvergleich

Teil 1 der Serie „von Moabit nach Wulkow“ findet ihr hier.

Heute: Kay ist, nachdem er fast ein Jahr in Moabit sitzen musste, im Knast Wulkow angekommen. Folglich ein Vergleich der Knäste. Keine Sorge: es geht Kay und uns nicht darum, Knast schön zu reden. Der Bericht spiegelt allerdings sehr gut wieder, wie sehr sich die Rahmenbedingungen innerhalb der Knäste unterscheiden können, was sich natürlich auf die Lebensqualität der Gefangenen auswirkt.

Morgen folgt ein Bericht der Eltern über ihr erstes Wiedersehen mit Kay seit langem.

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